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Und noch ein Artikel aus der Torgauer Zeitung vom 11.12.2012

Quelle: Volksstimme (Halberstädter Tageblatt) 16.1.2019
Quelle: Volksstimme (Halberstädter Tageblatt) 16.1.2019
Quelle: In Südthüringen vom 27.11.2018
Quelle: In Südthüringen vom 27.11.2018

STIMMEN AUS DEM NETZ:

"Mutig, weil anders und unbequem" von SquirrelPrincess

Tolle Dokumentation über das unangepasste Leben in der DDR. Abgerundet mit Fotos und Dokumenten, bleibt einem manches Mal der Atem weg, wenn man sich bewusst macht, dass die Schilderungen keine Fiktion, sondern das wahre Leben war. Mut hinter der Mauer, Hut ab. Das Buch wirkt noch lange nach dem Lesen nach.

"Punk for Freedom!" von Steffen Müller

Mindestens drei Geschichten erzählt diese wunderbare Biographie: eine der letzten Jahre eines kleinen totalitären Staates namens DDR, dann die Geschichte des ursprünglichen, laut und deutlichen Rock’n’Roll namens Punk und eine sehr persönliche Geschichte: die eines sympathischen Jugendlichen auf der Suche nach individuellen kleinen Freiheiten und Frechheiten. Dieser Jugendliche hört Anfang der Achtziger zum ersten Mal Punkmusìk und fühlt sich sofort verstanden, auch wenn er nur die Hälfte der Texte verstehen kann – so laut und hingerotzt kommt Punk. Die Musik spricht aus, was sich sonst keiner im Staate DDR zu sagen wagt. Oder nur hinter vorgehaltener Hand. Oder im Suff. Punk wird seine Sprache und sein Lebensstil und er knallt damit voll gegen die Wand aus ideologischen Phrasen, totalitärer Gleichmacherei, dem Zwang zum Kollektiv. Damit wird ein Musikgeschmack politisch – Punk wird Widerstand. Für den Jugendlichen bedeutet dies, von der Stasi bespitzelt, geprügelt und für ein halbes Jahr in einen Ostknast gesperrt zu werden. Was ein halbes Jahr für einen jungen Menschen bedeutet, kann sich jeder selbst ausrechnen…
1989 endet die Biographie und ist ein weiterer großer Sieg, der die waffenstarrende DDR in die Knie gezwungen hat. Glück gehabt! Viele, die durch die Mangel des DDR-Systems gequetscht wurden, hatten dieses Glück nicht und sind bis heute traumatisiert. Ein Hinweis, die Geschichte totalitärer Systeme entsprechend zu bewerten: es gibt keinen einzigen Grund, ostalgische Sehnsucht nach der DDR zu haben. Natürlich hat der Jugendliche gelebt, getanzt, geknutscht und manchmal die Sonne in Farbe gesehen. Sobald aber die DDR sich dazwischen drängelte und sie drängelte total, war der Spaß vorbei. Nur die Opposition zu ihr hat manchmal den Spaß an kleinen Frechheiten und die Genugtuung kleiner Freiheiten gebracht.
Für mich bedeutet diese Biographie auch eine Warnung an Heute: Bitte nicht die in der friedlichen Revolution erreichten Freiheiten leichtfertig wieder hergeben! Bitte nicht den autokratischen Verheißungen einfacher Lösungen für komplexe globale Probleme auf dem Leim gehen!
Es hat Spaß gemacht, vom sympathischen Jugendlichen Geralf Pochop eine Zeitlang in seinem Leben mitgenommen worden zu sein!