Über mich


Biografie des Zeitzeugen und Autoren Geralf Pochop:

 

2019 Die erweiterte Neuauflage des Buches „Satan, kannst du mir noch mal verzeihen – Otze Ehrlich, Schleimkeim und der ganze Rest“ von Anne Hahn und Frank Willmann enthällt ein Zeitzeugen-Kapitel, sowie diverse Schleimkeim/Otze-Fotos, von Geralf Pochop.

seit 2018 Zeitzeugenarbeit in zusammenarbeit mit dem "Koordinierenden Zeitzeugenbüro", dem "Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Torgau Schloss Hartenfels" und der Gedenkstätte "Geschlossener Jugendwerkhof Torgau".

2018 - Der Verlag Hirnkost KG (ehemals Archiv der Jugendkulturen Verlag) veröffentlicht das Buch: "Untergrund war Strategie. Punk in der DDR: Zwischen Rebellion und Repression".

2017 - berufliche Rehabilitierung wegen erteiltem Berufsverbot in der DDR von 1984-1989
seit 2013 - Betreiber der Webseite: Punk in der DDR-Diktatur – Leben zwischen Rebellion und Repression - Ein Zeitzeugenprojekt von Geralf P.
2013 - Veröffentlichung von DDR-Punk-Fotos aus meinem Privatarchiv im Buch „Leck mich am Leben“ - Punk im Osten (Verlag Neues Leben)
seit 2012 - Forschungsauftrag in Kooperation mit dem Zeit – Geschichte(n) e.V. Halle (Saale) zum Thema "Der Einfluss des MfS auf den Umgang mit subkulturellen "negativ dekadenten" Jugendlichen an DDR-Feiertagen
2012 - "Punk und Knast in der DDR" Projekt der Freien Schule " Torgau" mit Veröffentlichung einer gleichnamigen Broschüre
seit 2011 - nach politischer Rehabilitation Vorträge, Workshops als Zeitzeugenreferent zum Thema "Punk in der DDR-Diktatur – Leben zwischen Rebellion und Repression"
2011 - Rehabilitierung und Aufhebung des DDR-Urteils, Anerkennung als politischer Gefangener,
TV-Interview anlässlich meiner politischen Rehabilitierung im MDR,
Video-Interview des Bildungsnetzwerks Magdeburg für das Projekt „Die Wende meines Lebens“
2009 - Mitautor des Buches Tanja Trash "Maisbier und Buttertee" - Leben und Überleben in China
2006 bis 2013 - Tonträgerveröffentlichungen und Videoproduktionen auf eigenem Musiklabel Saalepower Records, virtuelle Netzwerkpflege
2005 - Zeitzeuge und Interviewpartner für das Buch „Zonen Punk Provinz - Punk in Halle (Saale) in den 80er Jahren“ von Mark M. Westhusen im Verlag Zeit-Geschichte(n), Wiederveröffentlichung meiner Untergrund-Artikel aus den Achtziger Jahren im Buch
„mOAning star" - Eine Ostberliner Untergrundpublikation 1985 - 1989 - in der Schriftenreihe des Robert Havemann Archivs

2003 – 2005 - Bildungs- und Studienreise durch Asien
2000 bis heute - diverse Interviews und Artikel zum Thema DDR-Punk in verschiedenen Fanzines und freien Radiosendern
1997 - Gründung des schrägen Punk-Projekts GLEICHLAUFSCHWANKUNG (in den folgenden Jahren wurden von GLEICHLAUSCHWANKUNG vier LP's/CD's, eine Split LP/CD, zwei DVD's, etliche Songs auf diversen LP/CD & Tape-Samplern und grelle bunte Videoclips auf youtube veröffentlicht. Mit den ironischen Songs "Punks understand no fun" und "Skindergärtnerin" landeten sie zwei Szenehits. Es gab viele Projekte mit anderen Bands und Gastmusikern wie der chinesischen Undergrund-Band Misandao, der thailändischen Punk-Band Bankok Alcohol, den Elbtalherzen, Tomas Tulpe, Blutiger Osten, Schmachwanderunk u.v.a.)
1991 – 2003 - Betreibt mit einem Freund den Kult-Schallplattenladen Schlemihl Records in Halle (Saale) und gründet gleichnamiges Musiklabel (später Saalepower Records), erste Veröffentlichungen mit Schwerpunkt DDR-Punk, Design und Produktion von Plattencovern, Konzertorganisation
1989 -1991 - Reisen durch Europa
Mai 1989 - Ausreise im Zuge der Aktion "Symbol 89" und "Nelke 89" in die BRD kurz vor den letzten DDR-Wahlen
1988 - Haftentlassung, Mitorganisator von Punk-Konzerten, Unterzeichner etlicher Protesterklärungen, weiterhin bekräftigt im Entschluss den Wehrdienst total zu verweigern, Mitautor und Verteiler für Raum Halle (Saale) der Untergrundzeitung „mOAning star“
7. Oktober 1987 - Verhaftung und Verurteilung zu sechsmonatiger Haftstrafe wegen angeblicher „Öffentlicher Herabwürdigung, Verleumdung und Beleidigung des Staates, staatlicher Institutionen und ihrer Mitarbeiter“
1987 - Stellung eines Ausreiseantrags

1986 - Massive IM-Anwerbungs-Versuche durch die Staatssicherheit
ab 1984 - aktives Mitglied der DDR Punkbewegung, subkulturelle Konzertorganisationen im kirchlichen Raum, nach erteiltem Berufsverbot Gelegenheitstätigkeiten wie Galerieaufsichtskraft, Siebdruckhelfer, Gasleuchtenwärter, Mitarbeiter der Zentralspüle in Leuna
1983 - beginnende Politisierung: Teilnahme an Demonstrationen der Friedensbewegung, Entschluss zur Wehrdienstverweigerung, Besuch des ersten DDR-weiten Punkfestivals in Halle (Saale), erste Hausdurchsuchung, Verhöre durch die Staatssicherheit im "Roten Ochsen"
1982 - stille Hausbesetzung, Leben in WG, erste Kontakte zur DDR-Punkszene einschließlich Besuch eines der ersten Punk-Konzerte der DDR und Kontakte zur Friedensbewegung, erste Verhaftung wegen des Tragen eines Aufnähers "Schwerter zu Pflugscharen"
1980 – 1983 - Ausbildung zum Funkmechaniker
1970 – 1980 - POS Schullaufbahn, Jung- und Thälmannpionier, FDJ, DSF

1964 - Geburt in Halle (Saale)